Calvi

Calvi ist eine jener Städte, die von sich behauptet, der Geburtsort von Christoph Kolumbus zu sein. Und es ist der Standort des 2. Regiments der Fallschirmspringer der französischen Fremdenlegion – eine kleine Referenz zur Maturaarbeit, die ich vor rund 20 Jahren verfassen durfte.

Der Weg von Saint-Florent nach Calvi führte über L’Île-Rousse. Der Name passt eigentlich nicht zu einer Stadt. Was auch nicht zu dieser Stadt passt, sind Camper. Parkieren war überall verboten. Hier scheint man den Unterschied zwischen dem Parkieren eines Campers und Campieren nicht verstanden zu haben.

Wir führen entsprechend weiter nach Calvi. Der Campingplatz trägt den vielversprechenden Namen Dolce Vita. Wie «dolce» das Leben auf einem Campingplatz sein kann, wollen wir hier einmal offenlassen. Auf jeden Fall hat der Regen aufgehört und wir machten uns auf den Weg zur Bahnstation, die gleich neben der Kaserne der erwähnten Fremdenlegion liegt. Mit dem Zug ging mit dem Zug nach Calvi. Calvi hat uns wirklich gefallen, weshalb wir beschlossen, für das Nachtessen in der Stadt zu bleiben.

Die Rückreise war dann etwas komplizierter, weil eben doch kein Uber-Service zur Verfügung stand. Eine nette Frau an einer Hotelrecepetion hat uns aus der Patsche geholfen und für uns einen Taxi bestellt.

Für den nächsten Tag hatte ich zwei Tauchgänge gebucht. Der erste Tauchgang an Morgen ging zum Frack der Boeing B-17, welche gemäss Tauchbriefing nach der Bombardierung von Verona in Calvi zwischenlanden wollte, jedoch beschossen wurde und daraufhin notwassern musste. Angeblich sollen der damalige Pilot und sein Sohn – beides Amerikaner – das Frack ebenfalls betaucht haben. Beim Fracktauchen zeigen sich wieder einmal die Stärken und Schwächen meiner Unterwasserkamera: Makroaufnahmen gut, Weitwinkellandschaftsaufnahmen schlecht.

Am Nachmittag stand ein zweiter Tauchgang an. Er war jedoch deutlich weniger spektakulär. Wenn es wenig zu sehen gibt, fühlt sich auch das Wasser deutlich kühler an, wie ich finde.

Das Tauchen war der Lohn für den Fahrer, der am nächsten Tag gefühlt 1000 Kurven mit einem 2.4 Meter breiten und 7 Meter langen Gefährt durchfahren musste… Mehr dazu im nächsten Beitrag.

Am Vorabend des Abschieds zeigte sich Calvi im besten Licht.

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