Abbamele Osteria

Mamoiada weckte unsere Aufmerksamkeit wegen einem Wein. Nach dem Mittagessen in der Abbamele Osteria! Normalerweise orientieren wir uns am Bucher der Bücher: Osterie d’Italia. Bei unserem Besuch in Mamoiada war die im Führer empfohlene Osteria geschlossen.

Anina fand mit Hilfe einer grossen Suchmaschine ein Restaurant mit 4.9 Sternen bei 170 Bewertungen, was eine sehr gute Bewertung darstellt.

Wir hatten keine Reservation, hatte einfach Glück, noch einen Tisch zu bekommen. Der Gastraum ist relativ klein, eher dunkel, trotzdem einladend, weil mit viel Liebe zum Detail eingerichtet.

Die Karte ist klein aber fein. Bei unserem Besuch standen eine 6-Gänge-Menü, eine 4-Gänge-Menü sowie verschiedene Teile der beiden Menüs à la carte zur Auswahl. Die Karte ist geprägt von den Produkten der Region: Pecorino, Ricotta di Pecora, Pecora, Maialino.

Der 6-Gänger ist ein Gedicht und ein Lobgesang auf die grossartigen Produkte der Region. Alle Gange sind ausserordentlich gut abgeschmeckt, mit viele Liebe und Fachwissen gekocht. Der Service ist herzlich und aufmerksam.

1. Gang: Ein Stundenei auf Kübriscrème mit Linsen und Pecorino. Eine wunderbare Kombination!
2. Gang: Leider weiss es nicht mehr, was es war. Ich glaube es war Guancale, Birnen, Ricotta-Crème und eine kleines Küchlein. Auch dieser Gang war ausgezeichnet.
3. Ravioli, gefüllt mit Ricotta di Pecora, darunter eine Rinderjus, darüber eine Pecorino-Crème, begleiteten von lokalen Pilzen. Was das grüne Pulver war, weiss ich nicht mehr. Der Gang war eine Symphonie. Zum ersten Mal hatte ich spontan das Gefühl, bewusst Umami zu erkennen. Einfach traumhaft!
4. Gang: Taglio di Pecora auf einem Spiegel von – wenn ich mich richtig erinnere – Sellerie-Crème.
5. Gang: Maialino mit Kartoffeln und Chicchorée

Das Dessert – Bananen-Glacé mit Safran und Schokoladen-Crumble – habe ich leider nicht fotografiert. Der Koch war im Gastraum und hat zwei anderen Gästen, welche aus Bosa angereist waren, um hier zu essen, seine Philosophie erklärt. Alles habe ich nicht verstanden. Verstanden habe ich, dass er nur mit lokalen Produkten arbeiten möchte. Er will sie optimal in Szene setzen. Mit Steinpilzen würde er nicht arbeiten, weil die Steinpilze meist nicht aus Sardinien kommen würden…

Die Weinauswahl ist übrigens ebenfalls ausgezeichnet. Wahrscheinlich ging auch deshalb das Dessertfoto vergessen…

Im Übrigen hat Slow Food Italia die Lücke im Führer erkannt: In der 2023er-Ausgabe ist die Osteria Abbamela aufgenommen!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert